Mein eigener Arbeitsansatz

Der Ansatz meiner Philosophischen Praxis lässt sich mit zwei Sentenzen kurz beschreiben: "Das Herz hat seine Gründe, die der Verstand nicht kennt." (Fragment 89, Blaise Pascal) sowie: "Angebot machen — Angebot sein" (Andreas Liedtke, Ontologischer Coach). In der heutigen Zeit, die durch globale Umwälzungen, Werte-Verluste, Krisen aller Art sowie persönliche Brüche gekennzeichnet ist, suchen immer mehr Mit-Menschen nach einer Möglichkeit der Aussprache, des Gedanken-Austausches sowie des persönlichen, vertraulichen Gespräches. Dabei geht es weniger um unseren täglich geforderten und unser Leben ordnenden, strukturierenden "Verstand", unsere "ratio" — den brauchen wir zumeist in unserer Arbeitswelt, wo es gilt, "einen klaren, kühlen Kopf zu behalten" —, als vielmehr um Themen, die uns "am Herzen liegen" oder uns "auf den Nägeln brennen", kurz: die uns existentiell angehen. Aber genau für diesen äußerst wichtigen Lebens-Bereich fehlen heute die Gesprächs-Partner.

Mein Angebot
Mein Angebot an den Gast umfasst deshalb zwei Varianten. Zum einen "Gespräche auf Augenhöhe", die grundsätzlich vis à vis geführt werden. Wie es der Religions-Philosoph Martin Buber (1878-1965) prägnant formulierte: ein dialogisches Prinzip von "Ich und Du". Oder, wie es der Periechontologe Karl Jaspers mit seinem Terminus der "Kommunikation" treffend kenn-zeichnete: "Wahrheit ist, was uns verbindet." Zum anderen biete ich philosophisch interessierten Gästen die Arbeit an und die Auslegung von philosophischen Texten an (in 2020: Platons Dialog "Symposion"; Kung Tse "Lun Yü"; beides anhand ausgewählter Text-Passagen).
Ich verstehe mich folglich als "Therapeutés" im alten, antiken Sinne, also als jemand, der jemandem dient oder ein Wissen pflegt. Mein Dienst ist das gemeinsame, "offene" Gespräch, der lebendige Dialog. Dieser gründet in Zuhören — Anfragen — Mit-Denken — mögliche Antwort(en) finden. Sie bringen als Gast Ihre Fragen ein und geben somit das "Thema", das Sie besprechen möchten, vor. Ich höre Ihnen aufmerksam zu, frage nach und versuche im wechsel-seitig geführten Dialog zusammen mit Ihnen Antworten zu finden. Diese Gespräche werden sowohl "offen" als auch authentisch geführt, d.h. einerseits: keiner der beiden Gesprächs-Partner befindet sich im "Besitz der absoluten Wahrheit", da menschliche Wahrheit immer relativ ist. Andererseits sagen beide Dialog-Partner redlich und wahrheits-getreu, was sie bewegt, wie sie das eingebrachte "Thema" sehen, erleben, situativ "erfassen", kurz: wie es ihnen "ums Herz" ist. "Authentisch" eben. Denn in unseren Gesprächen geht es um Erkennen und Anerkennen dessen, was in uns ist. Sowohl Un-Verborgenes und daher bereits Gewusstes als auch noch Verborgenes und deshalb noch Un-Gewusstes. Gnōthi seautón! Nicht jedoch geht es um Positions-Kämpfe oder Richtungs-Streit. Der authentische Dialog setzt Vertrauen voraus — zum einen in die Kraft des "Wortes", des Gespräches, des Zweier-Gespräches als "Dia-log"; zum anderen in den Gesprächs-Partner und seine Diskretion.
Sowohl die Gründe für unser "persönliches Glück" als auch jene für unser "persönliches Un-Glück", das wir selbst jeweils uns selber sind (in unseren Beziehungen sind wir beides sodann auch für andere Mit-Menschen), liegen im Allgemeinen unterhalb unseres "rationalen Radars", d.h. wir können sie mittels unseres Verstandes nicht auf direktem Wege erreichen. Zudem handelt es sich bei "Glück" bzw."Un-Glück" nicht um rationale Konstrukte, sondern um erlebte bzw. erlebbare innere Wirklichkeiten aus dem Bereich unserer Existenz. Deshalb der Verweis auf das o.g. Fragment 89 von Blaise Pascal. Tragender, gültiger Lebens-Sinn und Lebens-Glück beruhen folglich auf den Graden unserer je eigenen, authentischen Selbst-Erkenntnis. Wir haben kein Glück, wir sind es. Ein authentisch geführtes, dialogisches Gespräch kann Ihnen die von uns gemeinsam erarbeitete Band-Breite von Selbst-Erkenntnis aufzeigen und näher bringen.

Gesprächs-Varianten sowie weiterführende Informationen zu den Gast- und "perípatos"®-Gesprächen, entnehmen Sie bitte nebenstehender Menü-Leiste. Den Ansatz meiner philosophischen Workshops finden Sie unter dem Stichwort "Text-Arbeit". Die Inhalte meiner Workshops finden Sie unter "Veranstaltungen".

Verschwiegenheits-Klausel
In Anlehnung an das berufliche Ethos von Ärzten und Psychologen sichere ich Ihnen als Praktischer Philosoph Vertraulichkeit und Verschwiegenheit zu. Das heißt: Nichts von dem Besprochenen verlässt den Praxis-Raum. Allerdings gibt es im Bereich der Philosophischen Praxen noch keine gesetzlich geregelte bzw. in Gesetzen verankerte "Schweigepflicht".

Ausblick auf 2020
Für das Jahr 2020 sind erstmals auch Gespräche via "Skype" o.ä. internetbasierten Konferenz-Modulen angedacht. Das Internet mit seinen medialen Möglichkeiten eröffnet uns Chancen, Räume und Distanzen zu überbrücken und die "Welt" zu einem "globalen Sprechzimmer" werden zu lassen. Wir nutzen daher diese Technik einerseits, um ortsunabhängig die Möglichkeit zum Gespräch zu eröffnen (nicht alle Menschen können oder wollen persönlich in meiner Flörsheimer Praxis erscheinen). Wie wir andererseits einen Beitrag zum aktiven Klimaschutz leisten, da diese Technik, anders als die Anreise mit PKW oder "Öffentlichen Verkehrsmitteln" (z.B. Diesel-Busse), fast keine fossilen Brennstoffe benötigt und somit zu einer positiven CO2- / NOx-Bilanz meiner Philosophischen Praxis beiträgt.

Copyright ©2020 Philosophische Praxis gnōthi seautón. Alle Rechte vorbehalten.

Wir nutzen Cookies auf unserer Website. Einige von ihnen sind essenziell für den Betrieb der Seite, während andere uns helfen, diese Website und die Nutzererfahrung zu verbessern (Tracking Cookies). Sie können selbst entscheiden, ob Sie die Cookies zulassen möchten. Bitte beachten Sie, dass bei einer Ablehnung womöglich nicht mehr alle Funktionalitäten der Seite zur Verfügung stehen.