Mein eigener Arbeitsansatz

Der Ansatz meiner Philosophischen Praxis lässt sich mit zwei Sentenzen kurz beschreiben: "Das Herz hat seine Gründe, die der Verstand nicht kennt." (Fragment 89, Blaise Pascal) sowie: "Angebot machen — Angebot sein" (Andreas Liedtke, Ontologischer Coach).
In der heutigen Zeit, die durch globale Umwälzungen, Werte-Verluste, Krisen aller Art sowie persönliche Brüche gekennzeichnet ist, suchen immer mehr Mit-Menschen nach einer Möglichkeit der Aussprache, des Gedanken-Austausches sowie des persönlichen, vertraulichen Gespräches. Dabei geht es weniger um unseren täglich geforderten und unser Leben ordnenden, strukturierenden "Verstand", unsere "ratio" — den brauchen wir zumeist in unserer Arbeitswelt, wo es gilt, "einen klaren, kühlen Kopf zu behalten" —, als vielmehr um Themen, die uns "am Herzen liegen" oder uns "auf den Nägeln brennen", kurz: die uns existentiell angehen. Aber genau für diesen äußerst wichtigen Lebens-Bereich fehlen heute die Gesprächs-Partner.

Mein Angebot an den Gast umfasst deshalb zwei Varianten. Zum einen "Gespräche auf Augenhöhe", die vis à vis geführt werden. Wie es der Religions-Philosoph Martin Buber kenn-zeichnete: ein dialogisches Prinzip von "Ich und Du". Oder, wie es der Periechontologe Karl Jaspers prägnant formulierte: "Wahrheit ist, was uns verbindet." Zum anderen biete ich philosophisch interessierten Gästen die Arbeit an und die Auslegung von philosophischen Texten an (in 2018: platonische Dialoge). Ich verstehe mich folglich als "Therapeutés" im alten, antiken Sinne, also als jemand, der jemandem dient oder ein Wissen pflegt. Mein Dienst ist das gemeinsame, "offene" Gespräch, der lebendige Dialog. Dieser gründet in Zuhören — Anfragen — Mit-Denken — mögliche Antwort(en) finden. Sie bringen als Gast Ihre Fragen ein und geben somit das "Thema", das Sie besprechen möchten, vor. Ich höre Ihnen aufmerksam zu, frage nach und versuche im wechsel-seitig geführten Dialog zusammen mit Ihnen Antworten zu finden. Diese Gespräche werden sowohl "offen" als auch authentisch geführt, d.h. einerseits: keiner der beiden Gesprächs-Partner befindet sich im "Besitz der absoluten Wahrheit". Menschliche Wahrheit ist relativ. Andererseits sagen beide Dialog-Partner redlich und wahrheits-getreu, was sie bewegt, wie sie das eingebrachte "Thema" sehen, erleben, situativ "erfassen", kurz: wie es ihnen "ums Herz" ist. "Authentisch" eben. Denn in unseren Gesprächen geht es nicht um "Macht-Missbrauch" eines rhetorisch versierten Manipulierens oder eines stupiden "Recht-behalten-Wollen", sondern um Erkennen und Anerkennen dessen, was in uns ist. Dies setzt Vertrauen voraus — zum einen in die Kraft des "Wortes", des Gespräches, des Zweier-Gespräches als "Dialog"; zum anderen in den Gesprächs-Partner, dass er/sie verdeckte Aspekte unseres Mensch-Seins auf-zeigen und auf-decken möchte. Die Persönlichkeits-Gründe sowohl für unser (jeweiliges) "persönliches Glück" wie auch "persönliches Un-Glück", das wir uns selber sind, liegen unterhalb unseres "rationalen Radars", d.h. wir können sie mittels unseres Verstandes nicht erreichen (vgl. o.g. Fragment 89 von Blaise Pascal). Zwar haben wir bzgl. unseres "Glücks" mehr oder weniger klare Vorstellungen — Wünsche, Träume, Ziele, die wir erreichen möchten oder haben wollen u.ä.m. . Auch haben wir bzgl. unseres "Un-Glücks" teils klare teils diffuse Vorstellungen von dem, was wir fürchten und deshalb aktiv meiden. Aber die eigentlichen Quellen unseres Glücks wie auch die eigentlichen Abgründe unseres Un-Glücks liegen tiefer in uns ge-borgen und ver-borgen. Sie liegen kaschiert in jener Ver-Deckung, die wir selbst uns selbst als "verstellende Vorstellungen" (vgl. Martin Heidegger) geworden sind.
"Instant carma" und "Joints of happiness", wie sie landläufig von diversen "Ratgebern" angepriesen und feilgeboten werden — etwa der Rat: "Wenn Sie glücklich sein wollen, vermeiden Sie am besten alles, was Sie unglücklich machen könnte...!" —, sind nicht mein Ding. Denn tragender, gültiger Lebens-Sinn und Lebens-Glück beruhen m.E. auf den Graden unserer je eigenen, authentischen Selbst-Erkenntnis. Wir haben kein Glück, wir sind es. Ein authentisch geführtes Gespräch kann Ihnen die von uns gemeinsam erarbeitete Band-Breite von Selbst-Erkenntnis aufzeigen und näher bringen. Diese reicht von einem relativ einfachen "ach so ist das — so hab' ich das ja noch nie gesehen!", über einen komplexeren "Perspektiven-Wechsel" bis hin zu einem möglichen "Standpunkt-Wechsel". Die in unseren Dialogen herausgearbeitete Selbst-Erkenntnis betrifft also nicht nur das Bewusst-Machen ("aha!"-Effekt) und die Betrachtung ("Perspektive") einzelner Persönlichkeits-Aspekte, sondern, sofern dies möglich und gewollt sein sollte, auch die bleibende Veränderung (Standpunkt-Wechsel) ebendieser Aspekte.

Die einzelnen Unterschiede der Gesprächs-Varianten des Basic-, Classic-, "perípatos"®-Gespräches sowie des "Philosophischen Cafés", aber auch der Ansatz und die Inhalte meiner Platon-Workshops entnehmen Sie bitte nebenstehender Menü-Leiste.

Ausblick auf 2019
Für das Jahr 2019 sind u.a. auch Gespräche via "Skype" o.ä. internetbasierten Techniken angedacht. Das Internet mit seinen medialen Möglichkeiten eröffnet uns Chancen, Räume und Distanzen zu überbrücken und die "Welt" zu einem "globalen Sprechzimmer" werden zu lassen. Wir nutzen daher diese "Konferenz-Module" einerseits, um ortsunabhängig die Möglichkeit zum Gespräch zu eröffnen (nicht alle Menschen können oder wollen persönlich nach Flörsheim kommen). Wie wir andererseits einen Beitrag zum aktiven Klimaschutz leisten, da diese Technik, anders als die Anreise mit unserem PKW oder "Öffentlichen Verkehrsmitteln" (z.B. Diesel-Busse), fast keine fossilen Brennstoffe benötigt und somit zu einer positiven CO2- / NOx-Bilanz meiner Philosophischen Praxis beiträgt. (Der benötigte Strom für meine Praxis kommt aus "erneuerbaren Energien" und wird von "naturstrom.de" geliefert.)

Dies & Das
Falls Nachfrage nach anderen Formen der Selbst-Erkenntnis bestehen sollte — etwa nach Erfahrungen der "Tiefenentspannung", nach alternativen Methoden wie etwa Shiatsu, Quantenheilung, Naturcoaching, etc.pp. — werde ich externe Referenten/-innen und Coaches zu einem Workshop einladen.

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